Mundartabend (Bericht) - BSHV Jüchen

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Mundart im Forum der Realschule Jüchen
ENNE OVEND (NIT NUR) OP PLATT

 
Jüchen (01.02.2016) Schon Stunden vor Beginn des Mundartabends hatte Regionaldekan Ulli Clancett mit seinem Helferteam .iel Arbeit zu bewältigen, galt es doch, das Forum der Realschule Jüchen herzurichten Aber damit betritt Uli Clancett .als erfahrener und rühriger Eventmanager und Organisator kein Neuland. Veranstaltungswirt Karl-Dieter Hoß und die umtriebigen Mitglieder des Vorstandes des BSHV hatten ebenfalls alle Hände voll zu tun. Pünktlich um 19:00 Uhr öfneten sich wie geplant die Türen für die ca. 160 Besucher.
Es dauerte nicht lange und schnell füllte sich das Forum. Man sah viele bekannte Jüchener Gesichter, aber auch zahlreiche Gäste aus den umliegenden Orten fanden den Weg. Präsident Thomas Lindgens begrüßte zusammen mit Bürgermeister Harald Zillikens alle Freunde der Mundart, insbesondere das Königspaar S.M. Volker I. (Wirtz) und I.M. Königin Heike mit dem Ministerium, den erschienenen Ehrenmitgliedern und alle aktiv Mitwirkenden. Danach übernahm Ehrenpräsident Hans-Hubert Krall die Führung durch den Abend. Der Jüchener Bänkelsänger Peter Könzgen stimmte die Gäste mit bekannten, kölschen Liedern ein.
Ein absoluter Höhepunkt des Mundartabends war, wie seit Jahren, Ehrenpräsident und Jüchener Urgestein Hubert Klinkhammer. Von seinem Schwiegersohn auf die Bühne geführt, stellte er gekonnt dar, warum "An unges Seniore kenne vorbey kütt". Im Eifeler Platt erklärte er anschließend noch was "Pressefreiheit" und "Propperität" ist und sorgte für eine tolle Stimmung.
Thomas Lindgrens gratulierte im Namen aller Hubert Klinkhammer zu seinem 90. Geburtstag, den er vor wenigen Tagen feiern konnte. Doris Görning und Monika Streger blickten auf die lange Zeit mit ihm als Lehrer in Jüchen zurück. Seinem Hobby, der Imkerei, hat er auch seinen liebevollen Spitznamen "Biene Hubert" zu verdanken. Im weiteren Verlauf kamen noch viele alt bekannte aber auch neue Mundartfreunde zu Wort. So sorgten unter anderem Anke Lindgens und Günter Wilms in einer "Reitschule" , Hans Müller mit seiner etwas anderen Sichtweise des Ablaufs einer heiligen Messe, Raimund Götz als "Schutzmann" und "Wie et fröher wor", Heinz Luchtmann mit dem "Arbeitstag eines Rentners" und der Schilderung eines "Spillplatz", sowie Richard Sachse mit den Beiträgen "Nit blöffe looße", "Wat nit stemmp, dat stemmp nit" und "beneficium caloris", Birgit Erke als "Frau Koslowski"  und Bürgermeister Harald Zillikens mit allerhand Infos zu den "Plante" für ein einmaliges und stimmungsvolles Programm.


Peter H. Klinkhammer erzählte in Weseler Mundart von "Ungs Patur sing Katz", in Jööcher Platt übersetzt von seinem Schweigervater Hubert Klinkhammer. Besonders geehrt wurde an diesem Abend Rosi Bruchmann, die zusammen mit Dominica Kirchmeyer erklärte, warum die Kuh "Else" gestorben ist. Rosi Bruchmann wurde als Dank für ihr ehrenamtliches Wirken zur Fertigung von Jugendunifomen die Ehrenkarte des BSHV verliehen.Dass auch die Jugend und der Nachwuchs „Platt können“, zeigten die Ehemaligen der Realschule Jüchen Julia Brenneke, Lara Schrills, Kai Böcken und Max Schenkel mit ihrem Vortrag sowie erstmals Frank Schiffer mit Erzählungen aus "seiner Jugend".

Heiteres und nachdenkliches, gereimtes und erzähltes, gesungenes und vorgetragenes, alles erhielt viel Applaus und die Besucher waren begeistert und die Zeit verging schnell, bis Ehrenpräsident Hans-Hubert Krall kurz vor 23:00 Uhr alle aktiv Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne bat und alle gemeinsam mit dem Lied "In unserem Veedel" sich bis zum nächsten Jahr verabschiedeten. Im Vorraum gab es wieder Würstchen und Getränke, zusammen wurde noch manches erzählt und man konnte feststellen, egal ob Jööcher, Eifeler, Weseler , Kölsch oder Kohlepott Platt: Mundart verbindet.


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