Die Gaststätte in der „Jüchener Altstadt“ erlangte nach und nach Kult-Status – was nicht zuletzt Wirt Heinz und seiner unnachahmlichen Art zu verdanken war. Unzählige Geschichten aus dem nur knapp 50 Quadratmetern großen Schankraum werden bis heute erzählt und halten liebevoll die Erinnerung an das „Pömpchen“ lebendig. Die Gaststätte war so etwas wie der Mittelpunkt des Viertels – hier wurde einfach alles gefeiert, denn schließlich stand mit der hauseigenen Kegelbahn auch so etwas wie ein kleiner Saal zur Verfügung.
2011 dann gab Heinz Wirtz nach 48 Jahren die Gastwirtschaft aus Altersgründen auf, verkaufte das Haus und setzte sich endgültig in einer Wohnung in der Jüchener Ortsmitte zur Ruhe. Aus gesundheitlichen Gründen folgte dann vor zwei Jahren der Umzug in das Jüchener Seniorenzentrum „Haus Maria Frieden“, wo Heinz Wirtz am vergangenen Montag (13. Februar 2023) verstarb.
„Mit Heinz Wirtz verliert Jüchen ein weiteres, echtes Original,“ sagt der Präsident des Jüchener Bürgerschützen- und Heimatvereins, Thomas Lindgens. „Als Mitglied der Artillerie trug Pömpches Hein, wie wir ihn alle nannten, viele Jahre mit Stolz die blaue Uniform der Artilleristen und fuhr oft auf der Kanone am Schluss der Festzüge mit.“ Schon seine Urgroßeltern waren Aktivposten im Jüchener Schützenwesen: Wilhelm und Katharina Kremer waren 1880 das erste Königspaar des neugegründeten BSHV Jüchen.
Die Beisetzung von Heinz Wirtz wird am Montag, 06. März 2023, stattfinden. Zunächst ist um 11 Uhr der Beerdigungsgottesdienst in der Jakobuskirche, anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Jüchener Friedhof.