Kurz nach dem II. Weltkrieg waren die Jugendlichen der Allee-, Stein- und Riekestraße in ihrer knappen Freizeit am Steigerturm an der Alleestraße beim Fußballspiel zu treffen. Daraus entwickelte sich eine feste Freundschaft, die darin Ihren Ausdruck fand, daß Hardy Klein den Gedanken der Gründung eines Schützenzuges in die Tat umsetzte, und so beim Schützenfest 1952 die ”Grünen Husaren" zum erstenmal in folgender Formation aufmarschierten: Zugführer Hardy Klein, Franz Steinhäuser, Josef Küppers, Josef Coenen, Heinz Müller, Martin Steinhäuser, Paul Cremer, Egbert Withaar, Fritz Piolot, Hans Nilgen, Manfred Schmilz, Walter Brings, Heinz Jansen, Friedhelm Herpens und Franz Boss. Das Vereinslokal war zu dieser Zeit die Gaststätte ”Zur Post” der Wirtsleute Maria und Josef Mostert; seit 1967 ist es die Gaststätte Schrey.
Der erste Höhepunkt im Zugleben - nach vielen wilden Jahren - war die Übernahme der Königswürde Egbert und Susanne Withaar im Jahre 1975/76. Zu diesem Ereignis wurde im Kloster Kreitz durch die dort ansässigen Ordensschwestern eine Zugstandarte gestickt, die noch heute mit Stolz in den Festzügen mitgeführt wird. Der damalige Hofhaumeister Berti Nilgen wollte das Königspalais - aus Kostengründen mit einem Bund Dachlatten - leihweise von der Fa. Janssen, Jüchen - bauen; diese Planung scheiterte jedoch an der Durchführung, und Zug wie Zugkasse mußten sich danach erst einmal wieder erholen.
Zehn Jahre später entschied sich Meinhard Wilms, die Königswürde für das Schützenjahr 1985/1986 zu Übernehmen. Im Päschenger Schießlokal Hoss ging dieser Wunsch in Erfüllung. Die Artillerie verkündete mit Kanonenschüssen Lilo und Meinhard Wilm zum Schützenkönigspaar. An den Schützfesttagen 1986 wurden sie durch österreichische Gebirgsjäger tatkräftig musikalisch unterstützt, sehr zur Freude der musikbegeisterten und viel zu früh verstorbenen Königin Lilo, die bei vielen Veranstaltungen mit ihren Kindern Andrea und Elfi für eine hervorragende Stimmung sorgte. In der Vorbereitung zum 40-jährigen Zugjubiläum war allen Zugmitgliedern klar - es muß ein König her! Dies ließ sich der stellvertretende Zugführer Günther Bertholdt nicht zweimal sagen, und er übernahm die Königswürde mit seiner (2004 ebenfalls zu früh verstorbenen) Frau Gisela im Jahre 1991/I992.