Kurz nach der Neubelebung des Jüchener Bürgerschützen- und Heimatvereins, 6 Jahre nach dem l. Weltkrieg findet sich im Gründungsprotokoll unseres Artilleriezugs folgender Eintrag:
„Der Artilleriezug wurde im November 1924 von den Kameraden Franz Fassbender, Jakob Büchen, Wilhelm Mostert, Heinz Schauten, Franz Schauten und August Hartmann gegründet. Er feierte sein Gründungsfest am Sylvesterabend 1924 “
Seit diesem November im Jahres 1924 ist es nun schon eine sehr lange Zeit her…
Heute, nach fast hundert Jahren, sehen unsere Gründerväter von oben auf unseren Artilleriezug herab und sehen, dass das, was Sie im Jahre 1924 begonnen haben, immer noch in gleicher Tradition weiterlebt.
Und so feierte unser Artilleriezug im Jahre 2014, als ältester Zug im Bürgerschützen- und Heimatverein Jüchen, sein 90-jähriges Bestehen. Das Alter einer Gemeinschaft besagt jedoch noch nichts über ihren eigentlichen Wert aus. Doch wenn die Idee, aus der unser Zug einmal entstanden ist und die tiefgreifenden Veränderungen in unserer Welt seit ihrer Gründung überdauert hat, so zeigt das umso mehr, dass hier eine feste Gemeinschaft besteht, die ohne Nachwuchssorgen dem Jüngeren und Neuen stets aufgeschlossen gegenüber steht.
Nicht zuletzt aber verdankt der Artilleriezug sein Überdauern auch der Tatsache, dass die dazugehörigen Familien den Aktiven Rückhalt geben und mit ihnen einen wirklichen Zusammenhalt bilden, ohne den jegliches weiteres Engagement gar nicht möglich wäre. Nicht zu vergessen wäre an dieser Stelle auch, dass uns in unserem Zug tatkräftige Frauen den Rücken stärken, die untereinander gleichfalls einen eigenen Freundeskreis aufgebaut haben, der sich gerne bei einem gemütlichen Glas Rotwein oder anderen geistigen Getränken trifft, natürlich „immer unter wichtigem Vorwand“.