Da der Grenadierzug, zweitältester und über lange Jahre stärkster Zug des BSHV große Nachwuchsprobleme hatte, wurden durch intensive Bemühungen von Werner Rust im Jahr 1999 die Junggrenadiere in den Zug integriert.
Die Junggrenadiere führen ihr eigenes Zugleben, nehmen aber mit ihren älteren Kameraden am Schießsport im Bürgerhaus und bei Schießwettbewerben des Vereins teil, treffen sich mit ihnen und den Frauen der Zugkameraden, auch der verstorbenen Zugkameraden sowie in guter Tradition mit dem amtierenden Königspaar zur gemeinsamen vorweihnachtlichen Feier im Vereinslokal ”Peterklause” und marschieren nicht zuletzt ihnen zusammen in den großen Festzügen. Sehr großen Anklang bei den Schützen und in der Bevölkerung fand ihr Auftreten im Festzug 2003 in ihrem schmucken schwarzen Anzug mit Schwalbenschwanz und Zylinder, nachdem sie in den ersten Jahren in der Uniform des Gardezuges ”Waidmannsheil” mit marschiert waren.
Die Bereitschaft des Grenadierzuges, Verantwortung für die große Gemeinschaft unseres Bürgerschützen- und Heimatvereins zu tragen, erschöpfte sich aber keineswegs in der Bereitschaft zur Übernahme der Königswürde. Sie fand darüber hinaus auch ihren sichtbaren Ausdruck in den Aktivitäten des Zuges bei den verschiedenen Vereinsveranstaltungen, insbesondere bei den Seniorenfeiern. Hierbei haben sich die verstorbenen Zugkameraden Hermann Huppertz, Theo Orlicki, Gerhard Boveleth, Erhard Alber, Hubert Küppers, Hubert Nolden und Klaus Harf besonders verdient gemacht. Aber auch Agnes und Toni Kirchrath, Alois Roebers, Hans Salmann, Hans-Günter Gilles, Manfred Paulusch und Peter Schüller leisteten hierzu ihren Beitrag.
Die regelmäßigen Zugversammlungen im Vereinslokal werden von den Zugmitgliedern wegen des frohen und kameradschaftlichen Geistes und der kameradschaftlichen Geselligkeit und durch die Pflege des alten Volksliedgutes gerne besucht und miterlebt. Das erklärt auch die aktive, immer erfolgreiche Teilnahme der Chorgemeinschaft des Zuges (Grenadiere und Frauen) seit 1977 beim offenen Volkslied-Singen des BSHV. Ein gutes Zuggewehr und sportlicher Ehrgeiz sorgen dafür, daß der schon erwähnte Schießsport nicht zu kurz kommt. So konnten auf Vereinsebene Pokale und Preise errungen werden. Drei Pokalschießen des Zuges werden regelmäßig im Jahr ausgetragen: das Gerhard-Held-Pokalschießen seit 1960, das Margarete-Krall-Pokalschießen seit 1975 (dieser Pokal wurde dem Zug von der im Jahre 1975 residierenden Königsgattin Margarete Krall gestiftet) und das Hubert-Dappen-Pokalschießen seit 1981. Das Zugkönigschießen wird seit 1958 ausgetragen. Beliebt bei den Grenadieren und ihren Frauen ist auch der ästattfindende Kegelabend “zum Pömpchen”
Dem Vorstand des Grenadierzuges gehören an: Hans Salmann (Zugführer), Alois Roebers und Hans-Günter Gilles (stellvertretende Zugführer), Werner Rust (Schriftführer), Willi Burbach (Finanzverwalter und Spieß), Hans-Kurt Lenz (Schießwart), Robert Stöckemann (Gerätewart). Die drei ältesten Grenadiere des Zuges sind: Alois Roebers (84), seit 52 Jahren Zug- und seit 68 Jahren Vereinsmitglied; Peter Schüller (83), seit 41 Jahren Zug- und Vereinsmitglied; Hubert Klinkhammer (79), seit 50 Jahren Zug- und Vereinsmitglied.