Im Jahre 1950 feierte Jüchen sein erstes Schützenfest nach den schrecklichen Kriegsjahren. Für Paul Baranowski waren die Feierlichkeiten Ansporn genug, noch in diesem Jahr einen eigenen Zug zu gründen. In enger Abstimmung mit dem damaligen Präsidenten Heinrich Lind gründete Paul Baranowski 1950 den Marinezug „Bismarck“, dessen Zugführer er fortan war. Im Festzug 1951 marschierten die jungen Männer erstmalig stolz als Marinezug in ihren schicken blauen Uniformen mit. Schon kurze Zeit später hatte der Zug eine beachtliche Stärke von über 30 Mitgliedern. Um im Festzug ein allgemein harmonierendes Gesamtbild abzugeben, entschloss man sich, die Mannschaft zu teilen und in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Marineuniformen am Schützenfest teilzunehmen. Durch Verschiebungen im Regiment, aber auch durch Wegzug einiger Kameraden, hatte diese Zugstärke nur wenige Jahre bestand, trotz allem blieb immer eine gesunde Stärke von etwa 13 Mitgliedern dem Zug erhalten. Die Anschaffung der ersten eigenen Zugfahne fiel in das Jahr 1953, ab 1958 hatte der Marinezug den jeweils amtierenden Regimentsfahnenschwenker des BSHV in ihren Reihen. Der Zeitpunkt des Wechsels zu den noch heute getragenen weißen Uniformjacken wurde chronologisch nicht zuverlässig festgehalten. Mit der Gründung der Marine II 1969 legte der Zug den Namen „Bismarck“ ab und nannte sich fortan Marine I. 1970 wurde Jüchens Pfarrer Matthias Schmitz in den Reihen der Marine I begrüßt, er war der erste Geistliche, der aktiv am Schützenwesen teilnahm. Für die Mitglieder des Marinezuges war das Jahr 1972 ein besonderer Höhepunkt, mit Hubert und Anita Krack stellte der Zug erstmals ein Königspaar in Jüchen. Unvergesslich und als besondere Anekdote bleibt die Beförderung des Zugführers der Marine I auf der Generalversammlung 1981 in Erinnerung. Für seine Verdienste rund um das Schützenwesen beförderte der damalige Regimentskommandeur General Willi Reipen (Bachmann) Kapitän Paul Baranowski zum Admiral. Mit dieser Beförderung stellte sich Willi Reipen unwissentlich in das zweite Glied, denn Paul Baranowski war somit der ranghöchste Offizier im Regiment. General Willi Reipen war schon sehr verwundert, als ihn Schützen darauf aufmerksam machten, er nahm es aber mit Humor an und Paul Baranowski überließ großzügig den Oberbefehl des Regiments weiter dem General.